Die technischen Entwicklungen der letzten Jahre sind beeindruckend. Das Smartphone konnte in weniger als einem Jahrzehnt eine beinahe vollständige Marktdurchdringung erreichen. Ältere Erfindungen – beispielsweise das Radiogerät, das Auto oder das Fernsehgerät – benötigten hierfür deutlich länger. Das bringt selbstverständlich viele Vorteile für die Anwender mit sich. Allerdings stellen diese immer kürzeren Innovationszyklen die Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf diesen Techniken basiert, vor große Herausforderungen.

 

Ist das verwendete Shopsystem noch zeitgemäß?

Ein Beispiel, das dieses Problem verdeutlicht, ist der Onlinehandel. Noch vor wenigen Jahren griffen die meisten Nutzer auf diese Angebote mit einem gewöhnlichen PC zu. Die Händler investierten daher in ein hochwertiges System, das genau auf diese Anwendung ausgelegt war. Allerdings haben sich die Präferenzen der Nutzer innerhalb kurzer Zeit grundlegend geändert. Mittlerweile verwenden sie deutlich häufiger ein Smartphone oder ein Tablet als den klassischen PC. Zwar sind herkömmliche Shopsysteme auch mit diesen Geräten nutzbar, allerdings bieten sie dabei oft einen sehr geringen Komfort. Das führt häufig dazu, dass die Anwender zu anderen Anbietern mit einer entsprechenden Software abwandern, die besser für mobile Endgeräte optimiert ist. Die Verwendung des Smartphones ist jedoch nicht das einzige Beispiel. Darüber hinaus gibt es viele weitere technische Neuerungen, die das Nutzungsverhalten ändern können. Viele Shopbetreiber fragen sich daher, ob die von ihnen verwendete Software überhaupt noch zeitgemäß ist. Diese Frage hat einen hohen Einfluss auf die strategischen Planungen dieser Unternehmen.

 

Viele neue technische Entwicklungen erweitern die Möglichkeiten

Um der steigenden Nutzung des Smartphones gerecht zu werden, sind mobile Apps notwendig, die den Gebrauch einfach und komfortabel gestalten. Eine adäquate Technik kommt bereits bei vielen Onlineshops zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es schon wieder neue Endgeräte, die eventuell in Zukunft ebenfalls eine wichtige Rolle spielen werden. Beispiele hierfür sind Virtual-Reality-Brillen oder reine Sprachassistenten. KI – künstliche Intelligenz – gewinnt für Shopbetreiber ebenfalls an Bedeutung. Es gibt schon die ersten Chatbots, die auf Fragen der Kunden antworten und ihnen so eine automatisierte Beratung anbieten – ohne dabei Kostenaufwand für Mitarbeiter zu bedeuten. Für die Händler stellt es eine große Herausforderung dar, für alle diese Technologien passende Systeme bereitzustellen.

 

Viele Shopsysteme entstammen einem anderen Zeitalter

Ein großes Problem besteht darin, dass viele Shopsysteme noch aus einem anderen technologischen Zeitalter stammen. Programme wie Intershop oder SAP Hybris, die bei vielen Webshops zum Einsatz kommen, wurden Mitte der 90er-Jahre entworfen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte der Zugriff fast ausschließlich über den PC. Erweiterungen, um diese Software-Produkte mit anderen Endgeräten zu nutzen, waren in den Programmen nicht vorgesehen. Entsprechend schwer sind sie daher jetzt zu realisieren.

 

Microservices: viel Flexibilität für Online-Händler

Um dieses Problem zu lösen, ist es sinnvoll, die komplette Software zu erneuern. Große monolithische Systeme, die in sich geschlossen sind, bieten nur wenig Spielraum für technische Neuerungen. Vielmehr bietet es sich an, ein flexibles System einzuführen, das einfach erweiterbar ist. Microservices eignen sich perfekt für diesen Zweck. Dabei handelt es sich um kleine eigenständige Programme, die eine ganz bestimmte Funktion ausüben. Sie verfügen über Schnittstellen – sogenannte APIs. Damit ist die Kommunikation mit anderen Microservices möglich. Diese Struktur ist ausgesprochen flexibel. Wenn sich eine neue Technik ausbreitet, ist es lediglich erforderlich, einen einzelnen Programmbaustein zu erstellen. Dieser lässt sich über die Schnittstellen problemlos in das bestehende System einfügen. Dies senkt nicht nur die Kosten erheblich. Darüber hinaus reduziert diese Vorgehensweise die Entwicklungsdauer. Das System eignet sich hervorragend, um mit neuen und kreativen Ideen zu experimentieren.

 

Fazit: Flexible Software macht es einfacher, mit immer schnelleren Innovationen Schritt zu halten

Um mit den immer kürzeren Innovationszyklen mithalten zu können, ist eine flexible Software notwendig. Microservices erlauben es, auf einfache Weise neue Bausteine in ein bestehendes System einzufügen, wenn sich eine neue Technik durchsetzt. Auf diese Weise reagieren Sie schnell und mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand auf technologische Entwicklungen.