Eine starke IT für eine starke Schiene

Alle reden über Klimaschutz. Die Bahn ist Teil der Lösung. Damit sie bis 2030 doppelt so viele Fahrgäste ans Ziel bringen kann, braucht es mehr Züge, mehr Infrastruktur und eine starke IT. Die IT wird zum Wegbereiter für neue Angebote auf der Schiene – mit Data Lakes, Blockchain und Selbstorganisation.

Christa Koenen arbeitete nach ihrem VWL-Studium in verschiedenen Unternehmen und erwarb parallel ihren MBA in BWL. Sie ist seit 2004 bei der Deutschen Bahn und seit 2015 Vorsitzende der Geschäftsführung bei DB Systel, dem IT-Dienstleister der DB. Seit 2018 ist sie zusätzlich CIO des DB-Konzerns.

  • Key Takeaways   Die Mobilitätsbranche ist aufgrund technischer Entwicklungen und des Klimawandels
    in Bewegung. Die Bahn gewinnt dabei an Bedeutung und soll aus Sicht der DB zum „Rückgrat der Mobilität“ werden.
  • Die Kapazität der Bahn soll in den kommenden Jahren um 30 Prozent erhöht werden. Ein Infrastrukturausbau allein wird nicht ausreichen, um dieses Ziel zu erreichen. Auch die IT muss einen Beitrag leisten.
  • Die Herausforderung besteht darin, trotz der gewachsenen Strukturen innerhalb der Deutschen Bahn schneller und flexibler zu werden.
  • Um diese Herausforderung zu bestehen, arbeitet die Bahn technologisch an einer Cloudmigration sowie an der Integration neuer Systeme in die Legacy. Hinzu kommen viele wichtige Ansätze in Bereichen wie Robotik, VR und Blockchain.
  • Die technischen Fragestellungen sind jedoch vergleichsweise einfach zu lösen. Schwieriger ist der Umbau der klassischen hierarchischen Strukturen, die für die digitale Transformation ungeeignet sind, hin zu mehr Selbstorganisation.
  • DB Systel ist bereits auf einem guten Weg. Etwa 3.400 von 4.500 Mitarbeitern sind bereits in selbstorganisierte Teams integriert.

 

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