„Die Maschinen sind vernetzt, aber die Köpfe der Menschen sind in einem hochkompetitiven Modus, der die Vernetzung erheblich behindert.“

In einer immer stärker digitalisierten Welt wächst der Veränderungsdruck auf Unternehmen und Organisationen nahezu exponentiell. Mit traditionellen, auf das Individuum orientierten Denkmodellen lässt sich diesem Druck immer weniger begegnen. Wir brauchen eine neue, vernetzte, teamorientierte Praxis.

Prof. Ulrich Weinberg ist seit 2007 Leiter der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Im März 2018 zum Professor für Design Thinking an der Universität Potsdam berufen. Er ist Co-Autor mehrerer Bücher und Autor von „Network Thinking – Was kommt nach dem Brockhaus-Denken?“.

Key Takeaways „Digitalisierung ist Teamsport“

  • Die alte Struktur war ein stark hierarchisches Silodenken, eine „Brockhaus-Struktur“. Das Modell des 21. Jahrhunderts ist aber ein Netzwerksystem.
  • Dies bewirkt eine fundamentale Transformation der Kultur in Richtung Agilität und einen zunehmend fluiden Status.
  • Unser tief verinnerlichtes Einzelkämpferdenken verhindert die Transformation hin zum Netzwerksystem und dem Denken in Teamzielen.
  • Wo früher der IQ zählte, ist zukünftig eine Form des „WeQ“ notwendig, die Intelligenz des Teams.
  • Dabei erscheint nicht der Schwarm, sondern das Team die geeignete Organisationsform für das Zusammenwirken mehrerer Menschen zu sein.
  • Mit dem Ansatz des Design Thinking ist es möglich, in einem fluiden Status aus der Nutzer- bzw. Anwendersicht Probleme zu lösen bzw. neue Ideen zu entwickeln.

Vertiefende Gedanken lesen Sie im Interview auf ii und erleben Sie in Video-Ausschnitten von der solutions.hamburg 2018